5. August 2020 cb

Bidirektional laden – die wichtigsten Informationen zum Zukunftsthema

bidirektionale Wallbox

Elektroautos erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Den Strom beziehen sie aus öffentlichen Ladesäulen oder über das heimische Stromnetz. Ist der Akku einmal geladen, bleibt der Strom im Fahrzeug gespeichert. Wäre es nicht praktisch, die nicht benötigte Energie aus dem Akku anderweitig zu verwenden? Genau das ist die Grundidee beim bidirektionalen Laden.

Das Auto als Energiespeicher

Bidirektional laden bedeutet, dass der Strom in zwei Richtungen fließen kann. Dabei führt eine bidirektionale Wallbox Energie wieder aus dem Fahrzeug zurück, entweder in das eigene Hausnetz oder in das öffentliche Stromnetz.

Die erste Variante nennt sich „Vehicle to Home“ (V2H). Sie eignet sich besonders in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Wenn die Sonne scheint, wird der Akku des Fahrzeugs über die Anlage aufgeladen. Steht nachts oder bei trübem Wetter keine Sonnenenergie zur Verfügung, speist das Fahrzeug überschüssige Energie ins Hausnetz ein. Der Akku dient somit als Speicher und der Nutzer kann damit bares Geld sparen.

Das Zurückspeisen von Energie in das öffentliche Netz wird als „Vehicle to Grid“ (V2G) bezeichnet. Diese Variante ist vor allem für Netzbetreiber interessant, weil sie damit Lastschwankungen in der Versorgung ausgleichen können.

Asiatische Hersteller geben den Ton an

Bisher lassen sich nur wenige Elektrofahrzeuge bidirektional laden. Das Prinzip wird vor allem von Modellen asiatischer Marken wie Mitsubishi oder Nissan unterstützt. Hinzu kommen wenige europäische Modelle, etwa der Renault iOn. Sie alle verfügen über einen so genannten CHAdeMO-Stecker. Mit dem in Europa weit verbreiteten CCS-Stecker ist bisher nur das herkömmliche Laden in eine Richtung möglich. Immerhin haben europäische Unternehmen gemeinsam einen Zeitplan für das bidirektionale Laden über den CCS-Stecker aufgestellt. Wann es jedoch in der Praxis soweit ist, das bleibt abzuwarten.

 

Die erste bidirektionale Wallbox für Ihr Zuhause

Ein Trend zeichnet sich jetzt schon ab: Bidirektional laden ist auch in Europa im Kommen. Einige Marktteilnehmer sind zwar noch zögerlich, aber die Vorteile liegen auf der Hand und das Interesse beim Verbraucher steigt. Erste Hersteller bringen nun die passende Infrastruktur für die heimische Installation auf den Markt. Mit der innovativen Ladestation der Firma Wallbox Chargers S.L. (www.wallbox.com), für die chargingblue als Distributor tätig ist, wird das bidirektionale Laden jetzt möglich.

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